Fachrezension des Soldatenbuchs auf recensio.net

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4 Kommentare zu Fachrezension des Soldatenbuchs auf recensio.net

  1. Sieglinde Bartz sagt:

    Sehr geehrte Frau Gebhardt,
    in dem Soldatenbuch Seite 45 schreiben Sie ein Zitat aus dem Tagebuch des Unteroffiziers Heinrich V. 10.April 1945 .
    Wie ist der Nachnahme ? Diese Angaben könnten auf meinen Vater passen. Er ist seid 1945 vermißt. Er hat etliche Feldpostbriefe geschrieben.
    Der Nachname ist Vennmann. Ich kenne meinen Vater nicht, und ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort.
    Das Buch gibt mir Einblicke in das Kriegsende, da ich zu der Zeit Kind war.
    Ein lesenswertes Buch. Sieglinde Bartz

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Liebe Frau Bartz, Sie können aufgrund der Fußnote die Quelle finden. Es gibt aber keine Nachnamen in der Quelle. Tut mir leid. Herzliche Grüße

  2. Manfred Stötzner sagt:

    Beeindruckend !
    Für mich – geboren 1947 in Thüringen – in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem großen sowjetischen Militärflugplatz. Ab Alter von 5/6 Jahren aufwärts mit anderen Jungs zusammen dort auf dem Flugplatz Kühe gehütet, von russ. Wachsoldaten zum Kauf von Schnaps in den Dorfkonsum geschickt worden, Geld gaben sie natürlich mit….
    In diesem Umfeld groß geworden, natürlich von „irgendwelchen“ Vorkommnissen nichts gehört. Später allerdings schon, vornehmlich aus den Medien der BRD – über die Untaten der „Russen“. Über die Untaten der Westalliierten war nichts zu sehen / hören. Auch in den DDR Medien nicht….. In Büchern aus DDR Verlagen kamen allerdings später dann schon Vergewaltigungen von sowjetischen Soldaten an deutschen Frauen unmittelbar am Ende des WK II vor. Auch die drastischen Bestrafungen (ohne Gerichte ) wenn die Übeltäter überführt, bzw. bei der Tat gestellt wurden, wurden nicht verheimlicht. In den Achtzigern beging ein in meiner jetzigen Heimatstadt Gera stationierter Soldat der Gruppe der Streitkräfte in Deutschland Fahnenflucht unter Mitnahme von Schusswaffen und viel Munition. Bei seiner planlosen Flucht brachte er einen Kleinbus mit Schichtarbeiterinnen ( früh um 5:30 Uhr ) in seine Gewalt.
    Mehrere Arbeiterinnen und den Fahrer warf er aus dem Bus, zwei Frauen mußten ihn begleiten und beim Trinken in einem abgelegenen Gehöft Gesellschaft leisten. Dann hat er eine von den zwei Frauen vergewaltigt – natürlich unter Androhung von Waffengewalt. Aufgrund seines Alkoholgenusses ist er dann eingeschlafen. Sein „Überlebensglück“ bestand darin, daß er von Kräfen der Volkspolizei gestellt wurde. Wäre er seinen eigenen Landsleuten in die Hände gefallen, ich glaube nicht, daß er dies überlebt hätte. Wer bewaffnet Eidbruch begeht wußte, daß er mit dem Leben abgeschlossen hatte….. Sein konkreter Fluchtgrund war, daß sein Bruder im Afghanistan Krieg gefallen war und er Rache üben wollte.
    Die geschädigte Frau wurde von der sow. Militärstaatsanwaltschaft befragt, ob sie mit dem angedrohten Urteil von 10 Jahren Haft einverstanden wäre. Ob eine Entschädigung erfolgte, weiß nicht mit Sicherheit zu sagen. In der Presse der DDR ist der Fall so nicht publiziert worden. Der Geschädigten wurde eine Prozessteilnahme und somit ein Auftritt vor dem Militärgericht erspart.
    Die Anwesenheit von sow. Militärpersonal war in den 60 – 89 zigern kaum zu spüren, wenn Soldaten außerhalb der Kaserne gesehen wurden, dann nur im Gruppenausgang und zumeist bei Anwesenheit eines Offziers. Soldat allein in der Stadt, oder gar in einer Gaststätte = absolut illusorisch. Der Soldat der in der DDR stationiert war, bekam in seiner früher dreijährigen – später zweijährigen Dienstzeit einmaln ( ! ) Heimaturlaub….. Längerdienende hatten in der Regel ihre Familie mit in der Kaserne, oder benachbarten Wohnsiedlungen.

    Sehr geehrte Frau Gebhardt, ich danke Ihnen dafür, daß Sie mit diesem Buch meine Unwissenheit über die Vergewaltigungen der westlichen Alliierten und das Verhalten der Behörden mit den Opfern aufgeklärt haben.
    Dieses Buch sollten viele Geschichtenschreiber und selbst ernannte Experten über die Zeit des Krieges und der Nachkriegszeit gründlich lesen- bevor sie anfangen zu Schreiben !
    Ich bin überrasscht, daß von den vielen Kommentaren die ich lesen konnte, daß der Großteil von Zustimmung geprägt ist. Das dies so ist, ist wohl auch dem großen zeitlichen Abstand zu der Ereignissen zu verdanken. Ich bin überzeugt, für Ihr Buch hätten Sie so um 1970 herum keinen Verleger gefunden ( wenn Sie damals schon hätten Schreiben können).
    Von der Existenz dieses Buches habe ich in meiner Tageszeitung „Junge Welt“ Kenntnis bekommen.

    Kriege bringen ja immer auch solche Verhaltensweisen mit sich, auch in der Gegenwart. Wers nicht Glauben mag, braucht sich doch nur die Videos vom Umgang der Amerikaner mit ihren Gefangenen in Bagdad oder in Guantanamo anzusehen ! Wie dort sichtbar ist, schrecken auch weibliche Armeeangehörige nicht vor Schandtaten zurück……
    Da kommt mir auch in den Sinn, wie sich denn wohl „unsere Jungs“ von der Bundeswehr / Bundesmarine in den von ihnen besetzten Gebieten aufführen ???
    Nun gut, sie können täglich mit ihren Angehörigen per Skype / Internet Verbindung halten und die Einsatzdauer ist zeitlich begrenzt, aber löst das dieses Problem ? Im Gegensatz zu den Weltkriegssoldaten haben sie an ihrer Seite auch Frauen in Uniform. Na vielleicht verhindert das Übergriffe auf einheimische Frauen / Kinder.

    Ein Freund, der fast zehn Jahre mit am Tunnelprojekt St. Gotthardt gearbeitet hat, berichtete mir, daß für die auf der Bergstation einquartierten Bauarbeiter aus ganz Europa, ganz am Anfang sofort ein Bordell eingerichtet wurde. Mein Gedanke war, daß er mich „verarschen“ wolle… Weit gefehlt, die Einrichtung eines extra Hauses mit Prostituierten diente dem Schutz der einheimischen weiblichen Bevölkerung..
    Eigentlich unvorstellbar für einen Mensch, der im Osten aufgewachsen ist…

    Ein anderer Gedanke: In Medienberichten kann man zur Kenntnis nehmen, daß zwischen 60 – 70 % des in Mitteleuropa konsumierten Heroins aus Afghanistan kommt. In keinem Beitrag wurde auch nur ansatzweise über den Transportweg berichtet.
    Per Schiff – schwierig, da Afg. Binnenland,
    Per Eisenbahn – auch schwierig, da es keine Eisenbahn nach Eur. gibt,
    Per LKW / PKW – relativ schwierig, da der Weg durch Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan, Russland, Ukraine, Weißrußland und Polen führen müßte. Soviele Zöllner kann der afgh. Mohnbauer garnicht „schmieren“.
    Bleibt nur Lufttransport, aber darauf hat der afgh. Mohnbauer keinen Zugriff, hätte aber den Vorteil, daß er keine zivilen Zöllner zu fürchten / zu „schmieren“hätte.
    Tja wie funktioniert der Transport und die Finanzierung ??
    Kaum vorstellbar, daß Hamid seinen Esel / Kamel anspannt , die Ballen Rohopium auflädt und sich an den Grenzposten vorbei, nach Frankfurt auf den Weg macht… Auf dem Rückweg versteckt er dann die Eurobündel in seinem Kaftan….
    Wie sagte ein führender Politiker der Bundesregierung ? Deutschland wird am Hindukusch verteidigt…. !

    Ich danke Ihnen für das Buch !
    Manfred / SBZ /DDR / Thüringen

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