Über die Autorin

Miriam Gebhardt, geboren 1962, ist Historikerin, Journalistin und Buchautorin. Neben ihrer journalistischen Arbeit, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT, den STERN und für Frauenzeitschriften, promovierte sie in Münster und habilitierte sich an der Universität Konstanz, wo sie als außerplanmäßige Professorin lehrt. Sie wohnt im Isartal bei München.

29 Kommentare zu Über die Autorin

  1. kein Kommentar:
    Sehr geehrte Frau Dr. Gebhardt, ich habe einige Passagen Ihres Buchs gelesen und finde es sehr gut, das Sie diesen Teil der Nachkriegsgeschichte aufgearbeitet haben. Im vergangenen Jahr konnte ich die Kriegstagebücher meines Vaters (Infanteriesoldat in Russland) als Buch herausgeben (s.u.). Aktuell arbeite ich an den Erinnerungen meiner Mutter (Jg. 1929). Sie hat eine wechselvolle Biographie, weil sie als Stiefkind eine schwierige Kindheit erlebte. Die 11 Kapitel möchte ich mit Hintergrundinformationen zu dieser Zeit einführen. Mit der Lebenssituation der Frauen in den 1930er, Kinderarbeit und dem Thema „Stiefkinder“ habe ich bei der Suche nach wissenschaftlicher Literatur etwas Schwierigkeiten. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Heinz Kolz

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Lieber Herr Kolz, zum Thema Stiefkinder und Kinderarbeit kann ich Ihnen nicht weiterhelfen. Zur Lebenssituation der Frauen in den 1930er Jahren finden sich allerdings sehr viele Arbeiten. Ein guter Einstieg wären die Bücher von Stefanie Heinsohn.

  2. Klaus E. Margraf sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Gebhardt!
    Ihr Buch kann Blinde sehend machen: 1945 war nicht das Jahr der Befreiung, sondern das Jahr eines Frontwechsels – der Krieg richtete sich nun nicht mehr gegen die Wehrmacht sondern gegen die Frauen. Völlig unverständlich die Untaten der US Soldaten, denn die Wehrmacht hatte ja keine amerikanischen Frauen vergewaltigt.
    emma war meinem Vorschlag, dieser letzten Opfergruppe ein zentrales Mahnmal zu errichten, nicht zugänglich. Was halten Sie davon?
    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus E. Margraf, W&N-Leherer i.R.
    Oldenburgerstraße 96
    27777 Ganderkesee

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Lieber Herr Margraf, es wäre sehr wünschenswert, wenn den Frauen ein Gedenken zuteil würde. Warum Emma nicht dafür ist, habe ich versucht, in meinem Buch zu beantworten. Herzliche Grüße

  3. Karl-Heinz Theiß sagt:

    Ich habe „Als die Soldaten kamen“ gelesen und sehe im Kern meine Weltanschauung einmal mehr bestätigt. Offen geblieben ist jedoch nach meiner Sichtweise, woraus das Denken und Handeln der Männer u.a. ganz allgemein hervorgegangen ist, immer noch hervorgeht und das offenbar seit vielen hundert Jahren. Ich will damit nichts rechtfertigen, denn Gewalt gleich welcher Art ist ein grobes Fehlverhalten – egal von wem es ausgeht.
    Als Mensch ohne Abitur ist es mir nicht leicht gefallen, die große Menge der benutzten Fremdwörter zu verstehen/zu kennen. Ich mag kein Fremdwörterlexikon neben meine eigentliche Lektüre legen, um einzelne Textpassagen zu verstehen. Dennoch interessieren mich Bücher mit solchen Inhalten – z.B. Kriegsgefangenschaft, DDR-Zuchthäuser, KZ-Schicksale, Kinder im Krieg, Überleben nach dem Krieg usw.

  4. Horst Schnell sagt:

    Wieder eine grobe und vermeidbare geschichtliche Einseitigkeit endlich entlarvt und ausgeglichen: Danke, Frau Gebhardt! Ein kleiner Schritt gegen den Rassismus ist Ihnen gelungen.
    Rassismus ist amtlich verpönt, doch überall wuchert er wie Unkraut: Russland wird als Angreifer hingestellt, obwohl der Westen anmaßend und überheblich mit Pressehetze, Hetzvereinen, Santkionen, bezahlten Oppositionen und Auftragsrebellen bis hin zu Soldaten ständig gegen den Osten Europas und den Orient stichelt und vorrückt; vor über 5 Jahren hat er Unordnung und Elend über Syrien gebracht, wie zuvor über Afghanistan, Libyen, den Irak und die Ukraine. Schätzungsweise 100 Millionen christlich ermordete Indianer sind weniger wert als 50 Millionen Tote im 2. Weltkrieg, solange nur das Haken-, nicht aber auch das Henkerskreuz verboten ist. Böses Blut wird gezeugt, wenn nur ein Herr Karadzic, nicht aber auch die westlichen Destabilisatoren Jugoslawiens wie etwa Albright, Andreotti und Kohl vor das Internationale Gericht gestellt und nach gleichen Maßstäben abgeurteilt werden.

  5. Ingo Bockholt sagt:

    Sehr geehrte Frau Gebhardt
    Das wir Verbrechen noch immer Totschweigen zeigt uns ja die jüngere Geschichte.
    Sofern politisch nicht Stellung bezogen und aufeinander zugegangen wird sehe ich das als eine Gewaltspirale die nur schlummert.
    Massenpsychosen werden ja immer geschürt und Armeen werden ganz bewußt aufgestellt obwohl jeder weiß das bei täglichen Gräueltaten diese nicht zu kontrollieren sind.
    Kriege und Konflikte werden ganz bewußt geplant obwohl die Folgen dann außer Kontrolle geraten.
    Es gibt wenige Länder die sich nicht daran beteiligen.
    Bücher und Untersuchungen helfen ganz sicher doch mangelt es an Taten den Menschen zu helfen wieder zu leben.
    Selbst die Kirche kann sich von Schuld nicht freimachen weil sie manchmal bis zum Hals darin verstrickt ist.
    Es ist wichtig sich mit der Geschichte auseinander zu setzen zumal das Jetzt die gleichen Fehler wieder macht.
    Somit ist es ein Aufschub(bis zum nächsten Konflikt) aber je länger er dauert umso besser.
    Der Lernprozess kann nicht lange genug sein.
    Wissen ist Macht aber Manipulation der Massen in die falsche Richtung wird immer noch fleißig betrieben.
    Somit hilft Information immer selbst wenn die Taten(Hilfe) vergessen wurde.
    Mit freundlichem Gruß
    Ingo Bockholt

  6. bitte um Korrektur: … mit: “ zur Zeit nicht passendes Gedankengut“

  7. Nachdem ich einer erschütternden Geschichte nach gewandert bin – nicht jeden seiner Schritte, doch schon in die Geographien der Ereignisse – suche ich eine Arbeitsgruppe/eventuell Internet-Plattform zur Beurteilung des Manuskriptes.

    Mit zur Zeit nicht passendes Gedankengut bekam ich das Manuskript zurück von „höchster Stelle“. Es ist eine Geschichte, die noch heute Dörfer verstummen lässt.

    H.W.M.

  8. Entschuldigen Sie, bitte, aber 7o Jahren spaeter ich kann noch nicht verstehen wie ein intelligent Deutscher (eine Deutscherin) kann wirklich denken das 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung und nicht ein strechlicher Untergang. Wenn die ‚Befreier ‚ hat iIhre Frau und Toechter
    vergewaltigt und Ihren Sohn kastrienen und getoetet weil er nur will Ihre
    Mutter und Schwestern verteidigen —wie heisst das Befreiung?
    Und dann Ihr Haus war zestoert, Ihre Heimat (Ost/West Preussen, ganz Schlesien,
    Hinter Pommern, das Sudetenland, Ost Brandenburg usw. war gestohlen. (Danzig, Breslau, Stettin, Koenigsberg–die Verbrechen sind endlos) Und dann kommt
    die Vertreibung (ethnic cleansing)–ein Verbrechen gegen 15 million Deutschen so schlecht wie kein ander in Weltgeschichte!
    Ich bin nur ein armer, einfacher Amerikaner aber mir ist es klar dass die
    Allierten nie denken haben ueber Befreiung sondern nur ueber RACHE.
    Vergeben Sie, bitte, mein armes Deutsch! Ihr Freund in Amerika, Peter

    • Sehr geehrter Peter,
      der 8. Mai 1945 war für das deutsche Volk und für ganz Europa die BEFREIUNG vom Faschismus. Die Hauptlast dieses Krieges hatte die Sowjetunion zu tragen. Sie befreite nicht nur das eigene Vaterland von den faschistischen deutschen Okkupanten, sondern auch Polen, Österreich, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und eine Reihe anderer Länder und schließlich Deutschland.

      Erst viel später, am 6. Juni 1944, lange nach dem Sieg der Roten Armee in Stalingrad, als die heldenhaften Sowjetsoldaten bereits als Sieger nach Berlin marschierten, eröffneten die Westmächte die zweite Front. Sie war so lange wie nur möglich verzögert worden. Ihr Präsident Truman hatte noch als Senator 1941 gesagt: „Wenn wir sehen, daß Deutschland siegt, sollten wir Rußland helfen, und wenn wir sehen, daß Rußland siegt, sollten wir Deutschland helfen und ihnen auf diese Weise gestatten, so viele wie möglich umzubringen…“ (New York Time, 24. Juni 1941) Was dann geschah, darüber schrieb Frau Prof. Gebhardt bereits. Wieviele deutsche Kriegsgesfangene ließen die Amerikaner in ihren KZ verhungern? Schließlich haben die US-amerikanischen „Befreier“ vor ihrem Rückzug aus Ostdeutschland alles geplündert und geraubt, was nicht niet- und nagelfest war.
      https://sascha313.wordpress.com/2015/01/12/so-plunderten-die-us-amerikaner-1945-leipzig-2/

      Und Truman war es auch, der veranlaßte, daß ohne militärische Notwendigkeit Hiroshima und Nagasaki mit Atombomben zerstört wurden, und der den kalten Krieg inszenierte. Schließlich haben die USA in Westdeutschland die Entnazifizierung sabotiert und eine massive Wiederaufrüstung betrieben. Noch immer gibt es Atomraketen in Westdeutschland!

      Was haben die USA heute in all den Ländern zu suchen, wo sie ihre Soldaten hinschicken, um sich in die Angelegenheiten dieser Länder einmischen? Wer hat denn Vietnam überfallen, den Koreakrieg begonnen, den Irak zerstört, Libyen zertrümmert? usw. Wer lieferte Waffen und Geld in die Ukraine, damit diese faschistische Junta dort die eigene Bevölkerung ermordet?

      Die USA waren und sind ein aggressiver imperialistischer Staat. 1946 wurden die Hauptkriegsverbrecher des Nazi-Regimes zum Tode verurteilt. Wann wird sich endlich das amerikanische Volk seiner Unterdrücker entledigen? Wann werden endlich die USA-Kriegsverbrecher verurteilt?

      Nein, wir haben der Sowjetunion und vor allem Stalin unendlich viel zu verdanken! Wissen Sie, was die Sowjetunion durch den Überfall Nazideutschlands verloren hat? 20 Millionen Bürger der Sowjetunion ver­loren ihr Leben. 25 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die faschistischen Truppen vernichteten 1700 Städte und 32 000 Indu­striebetriebe, 65 000 Kilometer Eisenbahnlinie, 4000 Eisenbahn­stationen, 7000 Dörfer, 98 000 Kolchosen, 1876 Sowchosen, 2890 MTS, 127 000 Schulen, Universitäten, Bibliotheken, 6 Millionen Wohnhäuser. 61 Großkraftwerke wurden zerstört.

      Nein, die Sowjetunion hat keine Rache geübt, im Gegenteil – sie hat die DDR trotz alledem unterstützt. Der Sozialismus hat uns in der DDR ein glückliches und friedvolles Leben ermöglicht! Dafür werden wir unseren sowjetischen Befreiern ewig dankbar sein!

      Lesen Sie:
      https://sascha313.wordpress.com/2015/11/30/george-wheeler-wie-die-usa-die-verurteilung-der-nazis-sabotierten/
      https://sascha313.wordpress.com/2014/03/21/usa-imperialismus/
      Mit besten Grüßen

    • Augusto Leo Mahlknecht sagt:

      Herr Peter Aikman:
      Mehrmals hab ich von Deutschen über die Befreiung durch Amerikaner und Engländer gelesen. Aber was sie nicht sagen ist welche Befreiung war es.
      Für hunderttausend Kindern und Frauen war es eine Befreiung von Leben durch verbrennung mit Phosphor Bomben (Die Männer waren an der front als verteidiger der Kultur, gegen den Blut Gierige Kapitalisten und Kommunisten)

    • Augusto Leo Mahlknecht sagt:

      ¿Befreiung durch Phosphor Bomben? ¡Was für eine Befreiung! Hunderttausend Frauen und Kinder wurden von Leben befreit.-

  9. Liebe Freunde in Deutschland! Ich bin Amerikaner und sehr stolz dass die meisten meiner Verwandten kamen aus Ihre heilige Heimat. Ich bin zweimal in Deutschland stationert als Offizier der US Armee und kann wirklich sagen das war die beste Zeit meines Lebens! Vergeben Sie, bitte, dass ich muss auf Englisch schreiben. Als Sie schon hier gesehen haben, mein Deutsch ist weit von perfekt. Ich kann die meisten
    verstehen und sprechen was notig ist sondern zu schreiben ist noch anders!
    Ich moechte gerne sagen ich habe nur tiefste Respekt fuer gnadige Frau Gebhardt!

    Recently, a sensational book appeared in Germany. The author is Doctor
    Professor Miriam Gebhardt, a well known historian and advocate for women’s
    rights in Germany. She is affiliated with the University of Konstanz and has had a
    distinguished, productive career. The title of Dr. Gebhardt’s book is ‚Als die Soldaten kamen‘ or ‚When the Soldiers came‘ in English. The book was meticuously reseached and checked by the author. The subject is the mass rape of German girls, women‘ and older females by American and British soldiers in occupied WEST Germany. Dr. Gebhardt’s assertion, based on fact, is that
    American soldier raped at least 190,000 German women and our British cousins
    only somewhat less. Many of these rapes were violent and brutal resulting in unwanted pregnancies and in more than a few cases ,
    the death of the victim. Dr. Gebhard also mentions that she found evidence of
    German men and boys being raped . This is the first time I have heard of
    this assertion. As we know, the only rapes in postwar Germany that were
    highly publicized were those committed by the Russians in the East beginning with the horrors of Nemmersdorf. Most Americans would insist that if there were any rapes in our zone of occupation,
    they certainly were not committed ‚by our boys who were raised on
    ‚mother’s milk and bible study. ‚ Dr. Gebhard has once and for all destroyed this
    myth and proved that World War 2, like all wars, was not a Good War but
    an equally bad one.
    Dr. Gebhard’s book was published in German by Random House International in
    Munich. I have corresponded with her and it seem that her book will be
    translated into English and become available in the near future. I certainly hope so. This book clearly exposes further
    crimes and injustices of the War and illuminates a subject completely ignored
    until now.
    I almost feel like I owe the Russians an apology. I thought they had a monopoly
    of violence against the millions of German women brutally raped in the East. I have read most of what I could find on the subject and have been harboring a real hate and contempt for the ‚liberators?‘ from the East.
    Now, thanks to Dr. Gebhardt, I am forced to recognize and come to terms with
    the rapes and violence committed by my own countrymen!
    Ich wuensche Ihnen alles gute, Ihr Freund in Amerika (Monterey, California)
    Peter

  10. Paul Arends sagt:

    Gutentag,

    meine name ist Paul Arends, ich bin journalist für EenVandaag (radio und fernsehen) Ich möchte gern mit ihnen sprechen am telefon über ihren buch ‚Als die soldaten kamen‘. Ist das möglich?

    Viele grüsse und hoffentlich bis bald

    Ps: mein Deutsch ist nicht perfect…

    Paul Arends
    EenVandaag
    06-52-66.66.44

  11. Herr Schneller sagt:

    Sehr geehrt Frau Gebhardt,

    ich habe gestern ihre Teilnahme am TV-Auftritt gesehen. Vorab, alle Anwesenden haben sachlich ihre Sicht dargestellt. Es war für mich interessant den Darstellungen zu folgen, so dass ich nicht wie gewohnt ins Bett ging.
    Was die Damen und Herren und auch sie schilderten deckt sich mit dem was mir als Kind, von Zeitzeugen, erzählt wurde. Für mich, ich bin heute 40, ist es immer noch schwierig unser Erbe einzuordnen.
    Ich denke, dass es durchaus an der Zeit ist auch über dieses Thema zu sprechen.
    Mit freundlichem Gruß J. S.

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Lieber Herr Schneller, es freut mich, dass die Sendung Ihr Interesse gefunden hat. Ich finde es auch schwierig, mit den Ambivalenzen der deutschen Nachkriegsgeschichte umzugehen. Herzliche Grüße, Miriam Gebhardt

  12. Volker Antes sagt:

    Sehr geehrte Frau Gebhardt,
    ich habe gerade mit großen Interesse den Artikel über Ihr neues Buch auf Spiegel online gelesen. Falls Sie Interesse haben, weitere Quellen zu erforschen, könnte ich Ihnen möglicherweise behilflich sein.
    Ich stamme aus einem kleinen Ort in Südhessen, und als kleines Kind, also in den 60-er Jahren, haben bei Familienfeiern etc. die „Erwachsenen“ hinter vorgehaltener Hand immer über Vergewaltigungen während der „Besatzung“ gesprochen. Der Clou, den ich damals noch gar nicht verarbeiten konnte, war, dass immer wieder von „Russen“ als Vergewaltigern gesprochen wurde.
    Erst bei kürzlichen Treffen mit Verwandten im letzten Sommer (ich wohne seit 15 Jahren in den USA) habe ich mit jemandem gesprochen, der auf meine Frage klarstellte, dass es sich bei den „Russen“ um Amerikaner handelte. Ich bin nur darüber gestolpert, weil es mir nicht einleuchtete, warum ausgerechnet ein Trupp Russen zum Ende des Krieges sich nach Südhessen verirren konnte.
    Falls Sie das aufgreifen möchten, bin ich gern bereit, einige Kontakte zu schalten. Die Leute sind alle schon in fortgeschrittenem Alter, und es sind deren nicht mehr zu viele.
    Ihrer Rückantwort sehe ich gern entgegen.

    Volker Antes

  13. Miriam Gebhardt sagt:

    Sehr geehrte Frau Seibel, ich habe als habilitierte Historikerin keinerlei Berührungsängste mit Frauenzeitschriften – aber offenbar sie. Es freut mich jedenfalls, dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen. Jetzt müssen Sie nur noch mein Buch lesen, damit sie womöglich die eine oder andere Wissenslücke schließen können. Mit besten Grüßen.

  14. Dr.Ch.Barck sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.Gebhardt!
    Heute morgen hörte ich in SWR 2 das Interview mit Ihnen, in dem es um Ihre neue Publikation „Als die Soldaten kamen“ ging. Dabei fiel auch der Begriff „Feminismus“. Ich halte eine solche Zuordnung, gleich von welcher Seite, für wenig hilfreich, wo es schlicht und einfach um Verbrechen geht. Auch der Hinweis auf die Verwicklung westalliierter Truppen (im deutschen Südwesten übrigens sehr vieler Kolonialsoldaten der französischen Armee) ist historisch zweifellos korrekt, sollte aber keinesfalls zur (subcutanen) Relativierung der ungleich schwereren, länger dauernden und zahlreicheren Vorfälle im Osten und Südosten des besiegten Reiches benutzt werden können.
    Und noch eine Kleinigkeit: Die von Ihnen im Interview erwähnten „Nylonstrumpfhosen“ sind erst etwa in der Zeit Ihrer Geburt zu einem „Kulturgut“ geworden.
    Dessenungeachtet: Es ist erfreulich, daß das Thema neue Aufmerksamkeit erfährt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ch.Barck

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Sehr geehrter (Herr?) Barth, ganz sicher geht es nicht um Relativierung, sondern um die Korrektur eines bislang einseitigen Blicks. Danke für Ihren Hinweis.

  15. Liebe Frau Gebhardt,
    ich habe gerade die Vorankündigung Ihres neuen Buches entdeckt (via Topographie des Terrors) und bin sehr froh, daß sich jemand des Themas Vergewaltigung durch westalliierte Soldaten angenommen hat. Es wurde ja schon in verschiedenen Publikationen angerissen, aber während der Recherche zu meiner Biographie der „Anonyma“, Marta Hillers, bemerkte ich erst, wie wenig Material zu dem Thema tatsächlich existiert – und das bis heute. Beispielsweise in Bezug auf französische Truppen ist ja seit zwei, drei Büchern aus den 70ern und 80ern so gut wie nichts weiter dazu geschrieben worden (wenn man die erschreckend herabspielende Erwähnung in Andreas Förschlers‘ Stuttgart-Buch nicht mitzählt). Das erschütterte mich schon, und ich fragte mich, ob das vielleicht mit der neuen Völkerfreundschaft zusammenhing. Aber die Zusammenhänge sind sicherlich komplexer.
    Vielen Dank also für Ihre Arbeit.
    Clarissa Schnabel

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Liebe Frau Schnabel, ja, das Thema ist von vielen Vorurteilen, die noch aus der Zeit der vierziger und fünfziger Jahre stammen, beherrscht. Ich hoffe, dass ich einige davon in meiner sicher erst vorläufigen Studie ausräumen kann. Es wird noch vieler Einzelstudien bedürfen, bis wir ein gerechteres Bild von der Gesamtsituation und vor allem von den Frauen damals erhalten.

  16. Michael Barth sagt:

    Liebe Frau Gebhardt,

    ich hörte gerade während meiner Arbeit Deutschlandradio Kultur und eine „Rezension“ ihres Buches „Alice im Niemandsland“. Ich werde es kaufen.
    Schön.
    Schön, dass Sie dem Thema Feminismus eine größere und wirklichkeitsnähere Grundlage geben. Dass Sie sich trotz Alice Schwarzer publikumswirksam mit dem Thema auseinandersetzen. Es ist mein Empfinden, dass sich die öffentliche Auseinandersetzung über Feminismus seit Jahrzehnten nicht weiterbewegt und nur über eine Frau geht, die meiner Meinung nach seit den 70er Jahren nichts Neues mehr einem sehr wichtigem deutschen Thema hinzugefügt hat.
    Für mich war Alice Schwarzer noch nie eine wirkliche Feministin, sondern eine mediale Person, die sich dieses Thema zu einem eigenen gemacht hat.
    Wissenschaftlich war das gar nichts bis sehr wenig, allenfalls Polemik (für mich).
    Ich bin Epidemiologe und beschäftige mich seit einiger Zeit eben auch mit Genderforschung in der Medizin . Es gab auch hier im Grunde genommen nichts, wo Alice Schwarzer irgend einen Beitrag geleistet hat. Man würde es vermuten. Zumindest an irgend einer Stelle. Aber nichts. Zumindest ist mir nichts über den Weg gelaufen.
    Es gibt in der Wissenschaft kaum Hinweise, Verweise auf Arbeiten von ihr. Dass man in der Sekundärliteratur etwas findet, von ihr, über ihr Wirken, usw.
    Nichts einfach nichts, als wenn sie hier nicht stattgefunden hat. Und die Genderforschung in Deutschland zur Gesundheit von Frauen findet statt. Nur eben ohne sie.

    Wirklich vielen herzlichen Dank für dieses Buch

    Herzliche Grüsse
    Michael Barth

    • Miriam Gebhardt sagt:

      Lieber Herr Barth, das ist wahr. Theoretische Impulse kamen keine, das ist ein Riesenmanko generell am deutschen Feminismus nach 1945. Herzlichen Dank für Ihre Nachricht, Miriam Gebhardt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*